Aktuelles aus der Kategorie 'Forschung'

Blauracken-Nisthilfen für Kroatien

18. Mai 2016

VortragDSC_9167

Noch sind die meisten Blauracken nicht im Brutgebiet bei Zadar angekommen. Schlechtes Wetter hält einige Arten auf. Aber bei der heurigen Nistkastenaktion des steirischen Vereines L.E.i.V. und des kroatischen Vereines Sand-Martin konnten einige Blauracken schon gesichtet werden. Mit Darko Grlica, seinem Mitarbeiter Selko, Bernd Wieser und dem zukünftigen Mitarbeiter des Blaurackenvereines Franz Riegler aus Feldbach wurde ein neues Gebiet zwischen Zadar und Sibenik mit den Kästen ausgestattet. Ein weiteres Gebiet bei Zadar wurde ebenfalls auf Blauracken abgesucht. Neben der Arbeit mit den Nistkästen wurde auch etwas botanisiert. Nach getaner Arbeit genossen die Männer bei einem Wildschweingulasch von Selko die angenehme Abendstimmung in Seline, wo sich Nachtigallen, Turteltauben und Zwergohreulen ein Konzert gaben. Den ganzen Beitrag lesen »

Artenschutztag in Stainz/Straden

15. Mai 2016

VortragDSC_9042

Mit einem zweigeteilten Tagesprogramm zum Kennenlernen heimischer Pflanzen und Vogelarten zeigte Bernd Wieser im Naturschaugarten und auf dem Pirz, bzw. Rosenberg die Schönheiten der Lebensräume. Am Vormittag gab es eine Einschulung in die Wiesenlebensräume. Wie wird aus einer Fettwiese ein artenreicher Lebensraum und was unterscheidet diese Lebensräume von Wirtschaftswiesen. Eine Grundlage bilden die Gräser, die einem helfen eine Fettwiese zu erkennen. Wenn die Obergräser dominieren und kaum Untergräser erkennbar sind, handelt es sich fast immer um eine Fettwiese. Einige Beispiele für häufige Obergräser sind das Knaulgras, der Flaumhafer, das Honiggras oder das Wiesen-Lieschgras. Die Untergräser, die wir durchgemacht haben, sind Wiesen-Rispengras und Zittergras. Während die Kleearten Rotklee, Weißklee oder Hybridklee sowie die Saat-Luzerne meistens in neu angelegten Wechselwiesen zu finden sind, kann man in Magerwiesen etwa den Kleinen Klee, den Bergklee oder den Mittleren Klee beobachten. Zusätzlich erscheinen einige Wickenarten bei später Mahd. Zu viele Wicken oder zu viel Klee kann für die Tiere gefährlich werden. Ebenfalls gefährlich ist die Herbstzeitlose, welche jedoch im Heu vom Vieh verschmäht  und ausgespuckt wird. Einige extensive Wiesenzeigerpflanzen sind Kleiner Klappertopf, Acker-Witwenblume oder Kriechender Günsel. Sie deuten auf den Rückgang der Beschattung durch Obergräser. In der Fettwiese ist der Löwenzahn dominant, aber auch der Wiesenpippau kann dort wachsen. Eine Liste mit ca. 350 heimischen Wiesenarten mit einer Reihung nach ihrer Häufigkeit wurde an die Teilnehmer verteilt. Ein kurzer Abstecher auf eine Feuchtwiese mit Knabenkrautbestand zeigt den Unterschied im Wasserhaushalt bei den Flächen auf. Sehr selten sind sie schon geworden, die Wiesenorchideen. Durch Drainagen, Düngung oder frühe Mahd verlieren sich diese beeindruckenden Naturwunder schnell.

VortragDSC_9099

Der Nachmittag bringt uns dann die heimischen Brutvogelarten näher. Im Naturschaugarten gibt Bernd Wieser eine Übersicht über die Lebensräume der heimischen Vogelarten weiter, wobei deutlich wird, dass mehr als die Hälfte der Vogelarten durch menschliche Aktivität, bzw. Gestaltung der Landschaft profitierten. In der Siedlungsnähe leben immerhin mindestens 25-30 Arten. Darunter der Weißstorch, die Türkentaube, die Zwergohreule oder der Mauersegler. Im Garten sehen wir kürzlich ausgeflogene Elstern, Sumpfmeisen, Hausrotschwänze, Grünfink, Bachstelzen, Feld- und Hausspatzen sowie Stare. Wir fahren ins Gelände. Im Freiland gehen die Arten zurück. Rebhuhn, Wachtel, Feldlerche, sie alle sind selten geworden, bzw. schon ausgestorben.  Doch noch gibt es die Blauracke, das Schwarzkehlchen oder den Wiedehopf. Das ist auch der Auftrag an den Naturschutz, diese letzten Naturgüter zu verteidigen. Vom Naturschaugarten geht es zu den Blauracken, die gerade ihre Signalflüge vollführen. 5 Brutplätze sind bereits besetzt und wir hoffen, dass diese Plätze auch erfolgreich bebrütet werden. Noch kann man dazu nichts sagen. Mäusebussard, Wespenbussard und Turmfalke werden gesichtet, ebenso wie das Schwarzkehlchen, der Fasan oder die Rauchschwalben, die die offenen Flächen bejagen. Hohltauben zeugen von der Spechtaktivität im Gelände. Hohltauben sind wie viele andere Arten Folgebewohner von Spechthöhlen. In den Vogelnestern gibt es Parasiten. Deshalb räumen einige Arten die alten Nester aus. Andererseits hat so ein Vogelnest seine ganz eigene Biologie. Da gibt es z. B. in Starnestern schon nach kurzer Zeit die Rosenkäfer als Untermieter, aber auch für Bienenstöcke gefährliche Wachsmotten entwickeln sich dort. Das kompostierte Vogelnest beherrbergt eine eigene Lebensraumgemeinschaft. Wir fahren noch auf den Rosenberg um einige seltenere Vögel zu suchen. Den Gartenrotschwanz, den Girlitz oder den Wiedhopf sehen bzw. hören manche Exkursionsteilnehmer. Die kürzlich geschlüpften Stare und Hausrotschwänze begleiten uns auf der ganzen Wegstrecke. Grün-, Schwarz- und Buntspecht werden gesichtet. Zum Schluss gibt es noch eine Wiederholung der Wiesenpflanzen auf einer Pachtfläche des Vereines, bevor man sich wieder nach Hause begibt um das Gesehene erst mal zu verdauen. Einen Dank auch noch an Franz Samwald, den wohl erfahrendsten Vogelkenner der Steiermark, der sich der Exkursion angeschlossen hatte und manche aufschlussreiche Erklärung gab. Den ganzen Beitrag lesen »

Mur-Landschaften

8. Mai 2016
Die Akteure vonli. Elias Dorner, Reinhard Padiner, Andreja Slamersek, Maria Groppenberger, Sr. Ruth Lackner, Hannelore Nenning, X, Bernard Wieser, Julia Bauernfeind, Anton Vukan, Sonja Bezjak, x, x

Die Akteure von li. n. re.: Elias Dorner, Reinhard Padinger, Andreja Slamersek, Maria Groppenberger, Sr. Ruth Lackner, Hannelore Nenning, XX, Bernard Wieser, Julia Bauernfeind, Anton Vukan, Sonja Bezjak, XX

Die Österreichischen Nationalparkmaler, das Museum Norosti – Museum des Wahnsinns, das Internationale Murschutzkomitee, der WWF – Slovenja und die Stadtgemeinde Mureck organisierten die Ausstellung und Vernissage Murlandschaft. Anwesende Künstler Hannelore Nenning, Sr. Ruth Lackner, Julia Bauernfeind und Maria Groppenberger (Organisation), Museum Dr. Sonja Bezjak, Elias Dorner und Reinhard Padinger, Murschutzkomitee Mag. Bernard Wieser, WWF Andreja Slamersek, Stadtgemeinde Mureck Bgm. Anton Vukan.

Maria Groppenberger und Manfred Nenning vor den Bildern von der Murmündung in die Drau bei Legrad

Maria Groppenberger und Manfred Nenning vor den Bildern von der Murmündung in die Drau bei Legrad

Die Ausstellung Mur-Landschaften der Österreichischen Nationalparkmaler zeigen die momentanen Impressionen eines dynamischen Flusses ohne Wehre als Zentrum der Gesellschaft mit einem kritischen Blick in Richtung Zukunft. Das Museum Norosti in Trate (Schloss Obermureck) stellte seine Räumlichkeiten zur Verfügung und zeigt zwischen 7. und 17. Mai von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr täglich diese sehr gelungene und umfangreiche Bilderserie vom Murursprung in den Hohen Tauern im Lungau bis zur Mündung in die Drau bei Legrad in der kroatischen Gespanschaft Medimurje mit zahlreichen Bildern von der Grenzmur. Eine Videobotschaft von Bernd Lötsch ergänzt die Ausstellung ebenso, wie eine Argumentationsreihe von Bernard Wieser und eine Ausstellung vom WWF. Den ganzen Beitrag lesen »

Nistkastenaktion für die Zwergohreule

23. April 2016
Besprechung mit Familie Haas in Merkendorf

Besprechung mit Familie Haas in Merkendorf

Seit Anfang April sind die Zwergohreulen zurück im Brutgebiet. Meldungen kommen aus allen Teilen des NATURA2000-Gebietes, auch wenn davon auszugehen ist, dass einige der kleinen Eulen nur am Durchzug sind, ist mit einer weiteren guten Brutsaison zu rechnen. Ein Faktor dabei ist sicher die Klimaerwärmung und die Ansieldung der Vögel in nördlicheren Gebieten. Wer häufig in Kroatien urlaubt, der kennt die Rufe der Eulen in den Abendstunden oder am frühen Morgen. Jetzt kommt ein Stück Urlaubsfeeling zu uns. Unsere extensiv genutzten Streuobstgärten in Siedlungsnähe kommen den Zwergohreulen entgegen. Aber auch andere Streuobstgarten-Besitzer haben sich bereit erklärt, die Ansiedlung der Eulen zu unterstützen. Bei den Streuobstkursen haben wir 15 neue Partner bekommen. Diesen Partnern haben wir nun die Nistkästen gebracht und meist gemeinsam auf geeigneten Bäumen errichtet. Den ganzen Beitrag lesen »

Baummethusalem in Hofstätten

20. April 2016

VortragDSC_8750

Ein ca. 150 Jahre alter Birnbaum in Hofstätten bricht auseinander. Deshalb haben wir eine Sofortmaßnahme eingeläutet und einen Spanngurt angebracht. So sollte der Birnbaum die nächsten 15 Jahre halten. Der Baum misst ca. 12 m Höhe und 16 m Breite und ist sicher einer der größten Birnbäume im Bezirk. Sein Besitzer ist stolz auf den Methusalem. Zu Verbesserung der Biotopstruktur bekam er nun auch noch einen Zwergohreulenkasten. Den ganzen Beitrag lesen »