Aktuelles aus der Kategorie 'Forschung'

Blaurackentag

25. Juni 2016

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Der Blaurackentag begann mit einem Vortrag von Mag. Michael Tiefenbach, dem neuen Artenschutzbeauftragten der Steiermark. Er erzählte von seiner Forschungsarbeit über die Blauracken und gab auch einen Überblick über die Bestandessituation. 5-6 Paare gibt es zur Zeit, doch nicht alle haben mit der Brut begonnen. Das liegt oft auch am Alter der Vögel. Manche sind einfach noch zu jung und unerfahren. Bis zu acht Jahre alt werden unsere Blauracken. Im Winter ziehen sie sich in ein Gebiet in Südafrika zurück. Neueste Forschungen weisen auf die Verkleinerung des Überwinterungsgebiet in Afrika hin, was natürlich für den Gesamtbestand der Blauracken bedrohlich sein kann. Mittels Geolokation kann der Aufenthaltsort einer Blauracke am Zug auf 100 Kilometer nach der Zeit genau festgestellt werden.

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Science-Kids

23. Juni 2016

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Eine umfassende Analyse des Rotlehmbodenwaldes bei Halbenrain lieferten die Science Kids aus Wildon, die hier eine Projektwoche in der Akademie Hortus-Niger belegten. Pflanzen, Tiere und sogar Pilze wurden analysiert und aufgenommen. Mag. Bernard Wieser zeigte den Kindern, wie das geht und mit welchen Hilfsmitteln er arbeitet, um zu einem Ergebnis zu kommen. Die Exkursion führte die Gruppe vorbei an den Stürghk-Teichen hinein in den Rotlehmbodenwald entlang der Waldwege. Auf den Waldwegen tummelten sich frisch entwickelte Gras- und Springfrösche, Wasserfrösche, Erdkröten und Gelbbauchunken. Auf den Lichtungen fanden die Kinder einige verschiedene Schmetterlingsarten, am Teich Wasservögel und Libellen und entlang der Strecke unzählige Pflanzenarten. Bei einigen blieb Mag. Wieser stehen und erzählte eine Geschichte über sie. Die Schüler der 3. Klasse der Volksschule Wildon notierten, zeichneten und fotografierten die Lebewesen, bevor sie in die mitgebrachten Bestimmungsbücher blickten und nach den Arten suchten. Den ganzen Beitrag lesen »

Bat-Night in Klöch

4. Juni 2016

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Die Klöcher Fledermäuse gaben sich alle Mühe um die schaulustigen Gäste der Bat-Night zu beeindrucken. Das nächtliche Schauspiel des gemeinsamen Ausfliegens erinnert an BBC-Dokumentationen über große Fledermaushöhlen in den Tropen. Nur mit dem Unterschied, dass man diesmal live dabei war. Die Fledermäuse jagten zwischen den Teilnehmern der Bat-Night durch und kümmerten sich nicht weiter um die Menschen. Wir gehören halt nicht in ihr Beuteschema. Aus dem Dachstuhl hörte man das Zwitschern der über 1500 Fledermäuse. Obwohl man die Fledermäuse wärend ihrer Flugeinlagen kaum hört, mit Außnahme des Flügelgeräusches funktioniert das Echeolot im Hochfrequenzbereich, gibt es in der Wochenstube eine Verständigung durch Soziallaute. Und beim Ausfliegen sind diese Laute besonders deutlich zu hören. Da verabschieden sich die Mütter von ihren Jungen um sie bei der Rückkehr im Morgengrauen wiederzufinden. Über uns zogen sie dann in Richtung Wald von dannen.

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In der Vinothek gab es Vorträge über die Methoden zur Fledermauserhebung. Primoz Presetnik stellte alle gängigen Varianten der Suche nach den Säugetieren vor. Auch deren Biologie kam nicht zu kurz. Oliver Gebhard gab eine Übersicht über die besonderen Arten Langflügelfledermaus, Große Hufeisennase und Großes Mausohr. Auch die Forderung nach dem Schutz dieser Arten, die inzwischen schon in ganz Mitteleuroa zu echten Raritäten werden, galt es auszudrücken. Eine Diskussion über die immer stärker werdende Freizeitnutzung beim Klettern und das Feuer machen vor oder in den Höhlen zeigte die heutigen Bedrohungsbilder, neben den verstärkten Einsätzen von Insektiziden in der Landwirtschaft und im privaten Bereich. Bernd Wieser erklärte das Natura2000-Netzwerk und seine Aufgaben im Bereich der Fledermäuse. Dass die Arbeit mit den Kindern ein Schlüssel zum erfolgreichen Schutz dieser Arten sein kann und dass man sich dieser Arbeit in Zukunft noch mehr widmen möchte, war Inhalt seines Vortrages. Die Steirische Naturparkakademie mit Karoline Kreimer-Hartmann und der Verein Lebende Erde im Vulkanland mit Bernd Wieser arbeiten für diese Veranstaltung jedes Jahr eng zusammen. Den ganzen Beitrag lesen »

Sterlet-Besatz an der Mur

1. Juni 2016
Hans und Ruperta Körtveljesi, Michael Breuss und Stojan Habjanic vom Murschutzkomitee

Hans und Ruperta Körtveljesi, Michael Breuss und Stojan Habjanic vom Murschutzkomitee

Seit einem Jahrhundert haben sich die Sterlets, die kleinste europäische Störart, immer weiter aus der Mur und Drau in Richtung Donau zurückgezogen. Nur selten trifft man einen dieser Knochenfische oberhalb der Mur-Drau-Mündung an. Der Grund ist neben der intensiven Befischung vor allem der Mangel an geeigneten Laichgründen. Der Sterlet schwimmt über 300 Kilometer Stromaufwärts um dann in frischen Schotterbänken abzulaichen. Damit ähnelt er in seiner Biologie dem Donaulachs, dem Huchen, der ebenfalls frische Schotterbänke zum Laichen benötigt. Seit einem Jahrhundert halten jedoch die Wasserkraftwerke diesen Schotter zurück und das wirkt sich auf die Verbreitung dieser Arten aus. Der Sterlet sucht im Winter tiefe Gewässereinstände auf und zieht ab April stromaufwärts. Er ernährt sich von Bodentieren, vorwiegend Wirbellosen, Schnecken, Würmern, Krebsen usw..

WWF-Balkangruppe mit heimischen Fischern

WWF-Balkangruppe mit heimischen Fischern

WWF und Moja Mura (Slowenisches Murschutzkomitee) haben nun zusammen eine Freilassungsaktion unterhalb des letzten Murkraftwerks bei Spielfeld in Cersak durchgeführt. Sterlets wurden aus einer deutschen Donau-Nachzucht in Slowenien weitergezüchtet. Nun wurden 30 3jährige Sterlets freigelassen. Die Tiere sind markiert worden. Fischer auf beiden Seiten der Mur sollen die Fänge ihren Fischereiverbänden melden und möglichst wieder freilassen. Man will dadurch mehr über die Anpassung der Tiere erfahren. Erst mit 5-11 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Die Aktion richtet sich aber auch gegen den geplanten Kraftwerksbau an der Mur. Es sind 8 Kraftwerke im Grenzmurabschnitt und auf rein slowenischen Boden geplant. Die Mur ist noch der wertvollste slowenische Fluss und es gibt tausende Fischer, die ihren Fluss erhalten wollen. Die durchgeführten millionenteuren Aufweitungsmaßnahmen des österreichischen Wasserbaus haben nicht zuletzt auch mit Hilfe des letzten Hochwassers geeignete Lebensbedingungen für den Sterlet hergestellt. Den ganzen Beitrag lesen »

Blauracken-Nisthilfen für Kroatien

18. Mai 2016

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Noch sind die meisten Blauracken nicht im Brutgebiet bei Zadar angekommen. Schlechtes Wetter hält einige Arten auf. Aber bei der heurigen Nistkastenaktion des steirischen Vereines L.E.i.V. und des kroatischen Vereines Sand-Martin konnten einige Blauracken schon gesichtet werden. Mit Darko Grlica, seinem Mitarbeiter Selko, Bernd Wieser und dem zukünftigen Mitarbeiter des Blaurackenvereines Franz Riegler aus Feldbach wurde ein neues Gebiet zwischen Zadar und Sibenik mit den Kästen ausgestattet. Ein weiteres Gebiet bei Zadar wurde ebenfalls auf Blauracken abgesucht. Neben der Arbeit mit den Nistkästen wurde auch etwas botanisiert. Nach getaner Arbeit genossen die Männer bei einem Wildschweingulasch von Selko die angenehme Abendstimmung in Seline, wo sich Nachtigallen, Turteltauben und Zwergohreulen ein Konzert gaben. Den ganzen Beitrag lesen »