Da haben sich die Bemühungen nun doch endlich ausgezahlt. Die Arbeit des Murschutzkomitees und der steirischen Grünen hat nun endlich Früchte getragen. Während wir vor Ort unsere Lokalpolitiker bearbeitet haben und auf die Chance eines Biospherengebietes hingewiesen haben, auch in Wien beim Landwirtschafts-Ministerium waren und die Beamtenschaft informierten haben über die geplanten slowenischen Wasserkraftwerke an der Mur, haben die steirischen Grünen und auch die österreichischen Grünen mehrere Male Anträge in den Landtag, bzw. in das Parlament eingebracht, was schließlich Früchte trug. Nun hat der Steirische Landtag beschlossen, gegen die slowenischen Pläne Einspruch über die Möglichkeit der ESPOO-Konvention zu machen. Jetzt sind die Regierungsmitglieder am Zug. Wir erwarten uns von LH Voves und LHStv. Schützenhöfer den Plänen in Slowenien eine klare Absage zu erteilen. Auch für das Zukunftsprojekt Sulm – Anschluss an das Gebirge – Pforte des Biospherenparks Mur-Drau-Donau – hoffen wir nun endlich auf ein Einlenken der Politik und die Zurücknahme der Genehmigungen. Hier würde man die Türen weit aufstoßen in Richtung Zukunft. Wasser ist und soll ein Allgemeingut bleiben, dass sich nicht einige wenige Wohlhabende unter den Nagel reisen dürfen. Im übrigen melden slowenische Forscher, dass sich die Sohleneintiefung der Mur nun doch stabilisiert hat, was auf die Aufweitungen auf österreichischer Seite zurück zu führen sei. Unsere Landwirtschaft kann aufatmen und auch die Trinkwasserresserven im Murtal könnten sich wieder erholen.
Nachdem heute abend der Bericht über die bedrohlichen Beizmittel und ihrer gefährlichen Verwandtschaft am Schauplatz hoffentlich den Rest der Welt aufgeweckt haben, fallen mir dazu noch einige historischen Fakten ein. Im April 2005 fanden im Brutgebiet der Blauracke in Dirnbach erste Freilandversuche statt. Zufällig kam ich hinzu und beobachtete, was dort geschah. Ich fragte die Experten, die ein Versuchsfeld mit den gebeizten Maissaatgut anlegten, was das sei? Man versicherte mir, dass besagtes Beizmittel völlig ungefährlich sei, was ich natürlich nicht glauben konnte. Also habe ich mit dem Herrn Klug von der Landeskammer telephoniert, der mir versicherte, dass es hier keine Probleme mit Insekten gäbe und wenn ich wollte, könne ich das auch schriftlich haben. Das habe ich natürlich sofort verlangt. Doch leider wurde diesem Verlangen nicht nachgekommen. Also habe ich bei der AGES in Wien angerufen und dort nachgefragt, ob diese Beizmittel für Blauracken ungefährlich seien. Natürlich versicherte man mir auch dort die völlige Harmoligkeit des produktes. Ich habe ebenfalls eine schriftliche Bestätigung angefordert, was mir zwar ebenfalls zugesagt wurde, aber bis heute nicht erfolgt ist. 2006 war dann das letzte gute Blaurackenjahr. Ab 2007 sind die Bestände dramatisch eingebrochen. Bis 2012 auf ein 10tel des Bestandes. Natürlich sind Blauracken die Spitze der Nahrungskette. Doch auch sie fressen am Acker Käfer und deren Larven. Auch wenn der kleine Maiswurzelbohrer momentan noch nicht zur vorzüglichen Speise der Blauracke zählt, sind doch andere Arten, wie Laufkäfer oder Maulwurfsgrillen am Plan und diese leben auch im Acker. Vor drei Jahren begann man dann mit dem Spritzen der Weinberge in Klöch und Tieschen gegen die aufkommende Rebzikade, in einem weiteren sehr wichtigen Teil des Europaschutzgebietes. Wieder habe ich meine Bedenken dagegen bei Kammer und Naturschutzabteilung geäußert. Es gäbe auch andere Möglichkeiten. Doch diese werden in der konventionellen LW einfach ignoriert. Man fühlt sich in diesen Fragen immer überfordert. Gesunder Menschenverstand ist leider auch nicht überall vorhanden. Aber Panikmache, wie in den diversen landwirtschaftlichen Zeitungen, die nicht unwesentliche Mittel aus der Pharmabranche erhalten.
Nicht nur die Honigbienen trifft das Gift, das leider auch in den meisten Gartenanlagen verwendet wird, sondern auch Ameisen, Hummeln und viele andere auf unseren Wiesen heimische Insektenarten. Seit 1997 untersuchen wir die heimische Insektenfauna und müssen leider immer mehr feststellen, dass zahlreiche Arten immer seltener werden. Mit den Insekten verschwinden auch einige Pflanzenarten. Doch das alles läuft für den Durchschnittsbürger normalerweise unbemerkt ab. Doch heuer wurde vielen bewußt, dass keine Bienen mehr fliegen. Wo früher die Obstbäume voll waren, ist heute nichts mehr zu hören.
Vor einigen Jahren haben ehrbare Politiker sich mit Naturschutzverbänden und Kraftwerkslobbyisten an einen Tisch gesetzt und einen Mastplan für die Wasserkraft entworfen. Unter den Begleitmaßnahmen der CO²-Klimaschutzoffensive, die Österreich seit Kyoto mitträgt, wurde vereinbart, welche Flüsse für die Wasserkraft geopfert werden sollen und welche nicht mehr. Dabei war genau festgelegt, dass Flüsse in Naturschutzgebieten ausgenommen werden. Andererseits läuft mit dem EU-Beitritt Österreichs auch die Wasserrahmenrichtlinie der EU, welche besagt, dass Flüsse in ihrem ökologischen Zustand nicht verschlechtert werden dürfen. In solchen Fällen wären Sanktionen fällig. Die Umsetzung der WRRL wurde auf 2015 festgesetzt. Einige Maßnahmen, wie die Fischgängigkeit, konnten aufgrund der Kosten nicht umgesetzt werden und wurden bereits wiederholt verschoben. Beim Einstreifen der Erträge sind die Kraftwerksbetreiber jedoch fleißiger! Durch behördlichen Irrtum wurde nun doch ein Naturschutzgebiet freigegeben, bzw. die naturschutzrechtliche Bewilligung für das Kraftwerk an der Schwarzen Sulm erteilt! Wie konnte das wohl passieren? Nun berufen sich die beiden Betreiber auf dieses unglaubliche Dokument und niemand in der sterischen Landesregierung ist bereit, diese Genehmigung zurückzuziehen. Immer wieder entstehen solche Schlupflöcher durch Beamte, die sich in der Sache nicht auskennen und trotzdem, aus welchen Gründen auch immer, agieren. Ihnen sei für ihre Rückgradlosigkeit noch in hundert Jahren dafür nicht verziehen! Die Folgen aus der Wasserkraft werden wir wohl alle tragen müssen. Schlechtes Trinkwasser, eingesenkte Täler mit Seitenerosion aufgrund fehlendem Geschiebe, Grundwasserverseuchung, absterbende Auwälder und vieles mehr. Und verdienen daran tun nur die Zerstörer!
Helft den Mitgliedern von Rettet die Schwarze Sulm!
Der Zustand der Vogelwelt wird wiederkehrend in Zahlen erhoben. Viele Arten gehen zurück. Vor allem in der offenen Kulturlandschaft tut sich leider einiges. Schuld an der Misere sind die Veränderungen in der Landwirtschaft. Diese wiederum sind hausgemacht, weil wir als Konsumenten so entscheiden und der industriellen Ware den Vortritt geben. Bald wird es auch keine Alternative dazu mehr geben. Die Agrokonzerne drängen auf die Vereinheitlichung der Lebensmittel. Ob ich nun in Spanien oder in Finnland einkaufe, ich bekomme überall das selbe, nur die Packungsaufschrift ist unterschiedlich. Der kleine Bauer von nebenan ist nicht mehr da. Man hat ihm Auflagen gemacht, die er nicht mehr umsetzen konnte. Er hätte seinen Stall neu bauen sollen, hätte die Tiere während der Vegetationsperiode ins Freie lassen sollen, obwohl er neben seinen Hofgebäuden nicht genug Fläche hatte. Seine Hausschlachtung hat man ihm verboten und die Kontrollen der Agrarmarkt Austria haben das Übrige getan, um ihn vom Betrieb zu verscheuchen. Nun haben wir den Salat. Der kleine Bauer hat dem industriellen Landbewirtschafter seinen Grund verpachtet. Die Milch, das Fleisch oder das Gemüse von ihm gibt es nicht mehr ab Hof. Er selbst geht in die weit entfernte Stadt zur Arbeit um Geld zu verdienen. In der Werbung wird die Landwirtschaft noch als heile Welt dargestellt. Sie ist es nicht mehr. Die vielen Ackerraine, die blühenden Wiesen, unverbauten Feldwege und einzeln stehende Baumriesen gibt es nicht mehr. Was über bleibt, sind riesige monotone Felder, die mit ungeheuren Mengen an künstlichem Dünger und Pestiziden behandelt werden müssen. Die Milchwirtschaft hat sich in die Berge zurückgezogen. Molkereien findet man im Flachland so gut wie gar nicht mehr in Österreich. Und die Vogelarten der offenen Kulturlandschaft sind großteils verschwunden. Dort wo es sie noch gibt, sind Fördermittel dafür verantwortlich. weiterlesen »
Zwischen Feldbach, Gnas und Bad Gleichenberg gibt es in Zukunft eine neue ökotouristische Attraktion, davon sind auch die, heute bei der Prämiere dabei gewesenen Fahrgäste überzeugt. Die Klänge der Natur haben die eingeladenen Verantwortlichen aus Politik (Verkehr- und Naturschutzlandesrat Dr. Gerhard Kurzmann, Landtagsabgeordneter und Obmann des Vulkanlandes Ing. Josef Ober, Bezirkssprecherin der Grünen Marianne Müller Triebl, Bezirkssprecher der FPÖ Walter Rauch, Bürgermeister und Obmann des L.E.i.V.-Vereines Dir Karl Lenz), Tourismus (Geschäftsführer Tourismusverband Bad Gleichenberg Mag. Thomas Gussmagg und Biedermeier-Fest-Gestalterin Gitti Schaden, Erfinderin der Steirischen Landpartie Gudrun Haas, Österreichischer Alpenverein – Geschäftsstelle Mureck Hans Körtvelyesi, Schulen (Neue Mittelschule Bad Gleichenberg Dir. Bernhard Kellermeier, Hauptschule Gnas Walter Schmidbauer, sowie die beteiligten SchüllerInnen Lisa Hartinger, Laura Geiger und Michael Walch) und Naturschutz (Mitglieder und Vorstände des Vereines L.E.i.V.) und natürlich alle mitgereisten Gäste
überzeugt. Hier sehen sie das Making Off von Oliver Haas! weiterlesen »










